Bellen und Anknurren nicht erlaubt

Quelle: MOZ (Bereich Seelow) 18.09.2013

 

Lebus (MOZ) "Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht." Die Aussage von Schauspiel-Legende Heinz Rühmann auf der Einladung zum Tag der offenen Tür beim Hundesportverein Oderland 98 sprach den meisten Besuchern wohl aus dem Herzen. Etwa 200 Hundefreunde aus der Region sind am Sonnabend Vormittag auf das Vereinsgelände der Lebuser Hundesportler am Stadtrand gekommen. Um wohl erzogene Hunde in Aktion zu erleben und sich den einen oder anderen Tipp für den eigenen Vierbeiner zu holen.

 

Die Zahl der Menschen, die sich mit ihrem Hund sportlich betätigen möchten, ist deutlich gestiegen. Das machte der Vorsitzende des Lebuser Hundesportvereins, Hans-Jürgen Müller, bei der Begrüßung der Gäste deutlich. Gegründet haben den Verein vor 20 Jahren elf Hundefreunde. Heute hat er bereits 55 Mitglieder.

 

Acht von ihnen eröffneten mit ihren Hunden den Reigen der Vorführungen. Sie gaben auf dem 14 000 Quadratmeter großen Vereinsplatz, der zuvor eine Schutthalde war, Einblick in die Bedeutung von "Gehorsam".

 

Da jagte Mischlingshündin Hanja, mit der Vereinsfahne am Hals, aufs Kommando wie der Blitz über den Rasen zu Hundeführerin Karola, liefen Sibirian Husky Winnetouch, Labrador Apollo und Riesenschnauzer Paula neben ihren Hundeführern her, ohne sich um die anderen Hunde zu kümmern. "Auf das Sozialverhalten der Hunde legen wir von Anfang an den größten Wert", erklärt Moderator Hans-Jürgen Müller. Anknurren oder gar Bellen werde nicht akzeptiert.

 

Ob Hundeführer Roland mit seinen Australian Shepards Joe und Jerry oder Monika mit ihrem Riesenschnauzer Polly - nach jeder erfolgreichen Übung gibt es für die Vierbeiner eine Belohnung. Aber nicht in Form von Leckerli, sondern ihres Lieblingsspielzeugs!

 

"Zur Hundeausbildung braucht man Geduld und den Grundsatz: Der Hundeführer, nicht der Hund bestimmt, wo es lang geht", sagte Müller, bevor Gäste aus den Hundesportvereinen in Fürstenberg und Brieskow ihr Können demonstrierten. Sowohl beim so genannten Agility, über Hindernisse, als auch beim Frisby-Scheiben-Bringen nach Musik, einer Art Hunde-Tanz.

Für einen Höhepunkt des Tages sorgten Feldjäger der Bundeswehr aus Storkow mit ihren Schutzdienst- und Sprengstoff-Spürhunden. Diese fanden die "Bombe" schnell, die vor Ort gesprengt wurde. Mancher Besucher nutzte die Möglichkeit, unter Anleitung mit dem eigenen Hund über den Parcour zu gehen.

 

 

 

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